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28. Erstes Oktett opus 23

Der leise Vogelruf einer Klarinette

Franz Schuberts Oktett F-Dur und Xaver Thomas Oktett op. 23 bildeten das Programm des zweistündigen Konzertes, dass das „Ensemble Musica Viva" unter Leitung von Nobert Krupp mit großem Engagement im Stephanssaal gestaltete.
Das Oktett des leider noch zu Unrecht unbekannten Komponisten Xaver Thoma (geb. 1953) ist ein kompaktes und äußerst dichtes Werk von enormer Ausstrahlung, das dieselbe Besetzung aufweist wie Schuberts Oktett: Zwei Violinen (gespielt von Friedemann Sarnau und Michaela Buchholz), Viola (Wolfgang Wahl), Cello (Hans-Joseph Groh), Kontrabaß (Paolo Tommasi), Klarinette (Gerard Schlotz), Fagott (Andreas Groll) und Horn (Thomas Crome).
Eine geradezu provozierende Expressivität enthält „Introduction" - weitschweifende Melodien wechseln da mit energischen Passagen, Haltetöne im Pianissimo mit regelrechten „Aufschreien", Pizzikati der Streicher mit Bläserakkorden. Über dem samtenen Klangteppich der Streicher, der sich bald in differenzierte Einzelbewegungen der Stimmen aufsplittet, erklingen Vogelrufe der Klarinette.
Mit höchster Konzentration und einer bis ins kleinste Detail ausgereiften Technik ging das Ensemble auch das „Intermezzo" an, in dem extreme Höhen und Tiefen und Glissandi überraschten. Präsent war in jeder Minute auch im souverän gestalteten „Adagio" der effektvolle Gegensatz zwischen dramatischem und lyrischem Ausdruck. Eher als Atomisieren einzelner Bruchstücke denn als Variationen im strengen Sinn wirkten die „Variationen" über ein Anthem William Byrds - eine Musik, die die klanglich-technischen Möglichkeiten der Instrumente voll zur Geltung bringt und auf diese geglückte Musikerkombination direkt zugeschnitten zu sein schien.
Suzanne Richter
BNN 6.5.1989

 

Komposition als Portrait

Ein hochexplosives Sforzato, das die musikalische Energie für das Oktett op. 23 von Xaver Paul Thoma enthielt, forcierte Willem Marcel Wentzel bei den Mitgliedern des Staatsorchesters zu Beginn. Danach erhielt jedes Detail der kontrapunktischen Topographie, jeder veränderte Blickwinkel auf die atonalen Klanglandschaften seine Kontur. Annette Eckerle
Stuttgarter Nachrichten 21.12.95

 

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