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78.- CONCERTO GROSSO -

Brutale Schläge und zarte Streicher

Xaver Thoma, 1953 in Haslach geboren, studierte in Karlsruhe Violine, Viola und Musiktheorie, wurde 1973 Mitglied der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. Seit 1977 ist er Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.
Der Untertitel des nun uraufgeführten Werkes »Concerto Grosso« darf nicht im barocken Sinn verstanden werden. Der einzige Bezug zur Tradition besteht darin, dass ein Concertino (Streichquartett und Cembalo) ein Tutti (großes Orchester) gegenübergestellt wird. Ansonsten ist Thomas Komposition geprägt durch extreme Ausdrucksumschwünge, raffinierte Streicherklänge, packende Unisonopassagen und brutale Schlagzeugeinsätze, knallharte Schläge auf Metallplatten und Pauken lassen deutliche Einflüsse seines Lehrers Eugen Werner Velte spüren. Doch zwischen all der Brutalität gibt es immer wieder zarteste Streicherfarben, die den Hörer an spätromantische Zeiten erinnern. Gerade in der differenzierten Behandlung der Streichinstrumente zeigte sich Xaver Thomas Orchestrierungskunst. Das Stück ist motivisch gearbeitet, um formale Geschlossenheit zu wahren. Die Motive sind aber im Gesamtklang so versteckt, dass sie bei einmaligem Hören nicht erfaßt werden können. Einzig ein sehr schneller und prägnanter Rhythmus läßt sich durch das Stück verfolgen.
Das Freiburger Orchester unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Donald C. Runnicles zeigte sich dem Stück gewachsen. Sehr engagiert spielte das Concertino mit Ildiko Moog-Ban (Violine), Martin Klein (Violine), Garbis Atmacayan (Cello) und Robert Newson (Cembalo). Das Werk fand beim Publikum eine freundliche Aufnahme.
Peter Stöhr, 22.2.1990
Mittelbadische Presse

 

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