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38.Lathe biosas I

Da capo für einen Riesentakt

Das Werk „lathe biosas I op. 29/1" für sechs Bratschen entstand während der intensiven Beschäftigung des Komponisten mit der epikureischen Philosophie; es soll Ruhe und epikuräisches Gleichmaß thematisieren. Folglich sucht Thoma auch weniger progressive Klänge, als vielmehr meditative Stimmungen. Charakteristisch die stark an Ligeti erinnernden, in sich bewegten Tontrauben (Clusters), die durch punktuelle Eruptionen erschüttert werden. Ein anderes Clusterverfahren zeigt sich in der Aufsplitterung eines Unisono-Motivs in eine wellenförmig bewegte Klangfläche. Takt-Schwerpunkte verschleiert Thoma durch versetzte Synkopen im Bestreben, die Illusion eines „Riesentaktes", der den Bogen zwischen Anfang und Ende der Komposition schlagen soll, zu erreichen.
Petra Fischer
Mannheimer Morgen

 

Samtklang

Auf der Höhe zeitgenössischer Ausdruckskraft befinden sich die beiden Bratschenkompositionen von Xaver Thoma, der sein Stück „Lathe Biosas I für 6 Bratschen" selbst dirigierte und bei seinem „Nachtstück op. 31 a" von 1983 selber mitspielte.
Der musikalische Gedankenreichtum im ersten Stück mit vielfältigen neuartigen Klanggestaltungen ohne die üblichen Effekthaschereien setzte sich fort im "Nachtstück", das im Gegensatz zu Weinzierls gleichnamiger Komposition nächtliche Empfindungen sehr überzeugend mit zeitgenössischen Ausdrucksmitteln von zartesten Klanggespinsten tatsächlich hervorzubringen imstande war und darüber hinaus professionelle Gediegenheit des Satzes erkennen ließ. Die Qualität dieser Stücke und deren Interpretationen wurden (erstaunlicherweise?) vom Publikum direkt mit entsprechendem Beifall anerkannt.

 

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