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24."REFLEXIONEN" EINES MUSIKALISCHEN TRAUMAS

Gross angelegte Variation

Diese Reflexionen beziehen sich nicht nur auf die Musik der Phantastischen Symphonie und ihrer Fortsetzung „Lelio", sondern auch auf die phantastischen Erlebnisse von Berlioz während der Entstehungszeit dieser beiden Werke: seine leidenschaftliche Liebe, seinen Romaufenthalt, eine neue ebenso leidenschaftliche Liebe, den Plan, den Nebenbuhler zu ermorden und seinen Verzicht auf dieses Vorhaben.
Naheliegenderweise knüpfte Thoma bei seinen Berlioz-Reflexionen an den Orchesterklang des französischen Romantikers an, erweiterte und verschärfte ihn aber teilweise etwas. So bleibt er etwa, wenn er den synkopischen Rhythmus aus Berlioz' „Gang zum Hochgericht" zitiert, bei diesem Rhythmus, unerbittlich und immer noch penetranter, während Berlioz selbst dann zu einem Marschthema in einfacherem Rhythmus übergeht. Im Prinzip aber verwendet Thoma keine extremen Klang- oder Geräuschmittel und auch keine allzu krassen Dissonanzen. Auch hierin ist er bis zu einem gewissen Grad seinem romantischen Vorbild verpflichtet. Keineswegs aber besteht seine Komposition nur aus Zitaten. Sie ist vielmehr eine Art gross angelegte Variation, die durchaus auch eigene Themen und Motive Thomas enthält. Dadurch, dass der Komponist den Proben beigewohnt hatte, kam es zu einer authentischen Wiedergabe, an der Wolfram Gündel, der Solobratschist des Orchesters, wesentlichen Anteil hatte.
klig
Mittelbadische Presse 15.12.79

 

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