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15. Die Traumtragenden

Metamorphosen von Oskar Kokoschka

op. 12, für 8 Bratschen und Sopran (1975)

In mir träumt es
und meine Träume sind wie der Norden
wo Schneeberge uralte Märchen verbergen.
Durch mein Gehirn gehen meine Gedanken
und machen mich wachsen
wie die Steine wachsen.

Niemand weiß davon und begreift,
bange Stunden träume ich
schluchzend und zuckend wie Kinder
und ich fiel nieder
und träumte die Liebe
und träumte dem Morgen zu.

Du sollst bleiben in meinem Haus
und ich will nicht schlafen
ich muss mit den Händen in die Luft greifen
und durch die Gänge nach dir rufen
obgleich ich mich schäme.

Keiner hat dich noch so gesehen wie ich
aber wohne in meinem Haus
und ich will das kindliche Zittern
deiner Schultern erwarten
und sehen wie dein Mund
ohne Worte zu suchen
für mich spricht.

 

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